Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Sokrates und hellenistische Philosophie

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Sokrates

Sokrates war in erster Linie an der Ausbildung von guten Menschen interessiert. Seine philosophische Tätigkeit als Moralist beschränkte sich auf die Praxis: Das Interesse an logischen oder metaphysischen Fragen war Sokrates völlig fremd.

In Ablehnung des Relativismus der Sophisten verfolgte Sokrates die allgemeine Definition, die er durch ein induktives Verfahren zu erreichen versuchte. Wahrscheinlich hatte eine solche universelle Definition keine rein theoretische, sondern eine praktische Absicht. Die Sophisten hatten den erkenntnistheoretischen und moralischen Relativismus aufgestellt. Sokrates kritisierte diesen Relativismus, da er glaubte, dass die Bedeutung konkreter Beispiele ein gemeinsames Element enthielt, das diese Beispiele... Weiterlesen "Sokrates und hellenistische Philosophie" »

Descartes: Das denkende Subjekt und die Klassifikation der Ideen

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IDEEN: Gegenstand des Denkens bei Descartes

Das denkende Ding (Res Cogitans)

Der Gegenstand des Denkens ist das Ich. Ich bin ein denkendes Ding (res cogitans), ein Geist, ein Verstand, eine Vernunft. Ich besitze eine absolut sichere Wahrheit: die Existenz des Selbst als denkendes Subjekt. Diese Existenz scheint nicht notwendigerweise die Existenz einer äußeren Realität zu implizieren, denn obwohl ich denke, existiert die Welt möglicherweise nicht in der Realität.

Ideen und der methodische Zweifel

Der Gegenstand des Denkens sind die Ideen. Gedanken beziehen sich nicht direkt auf die Dinge selbst, sondern auf die Ideen dieser Dinge. Die denkende Substanz, die Seele (res cogitans), wendet den universellen methodischen Zweifel an. Dieser Zweifel... Weiterlesen "Descartes: Das denkende Subjekt und die Klassifikation der Ideen" »

Thomas von Aquin: Gottesbeweise und Gesellschaftslehre

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Das Problem Gottes: Theologie bei Thomas von Aquin

Der heilige Thomas von Aquin bekräftigt Gott als reinen Akt, als notwendig, unveränderlich und vollkommen. Dessen Tätigkeit verstand Aristoteles als reines Selbstdenken. Der Gott des Aquin ist jedoch ein Schöpfergott, der die Welt kennt, indem er sich selbst denkt, und der für seine Geschöpfe sorgt und sie liebt.

St. Thomas erkannte, dass die Existenz Gottes rational problematisch ist und es daher eine grundlegende Aufgabe der Vernunft ist, die Existenz Gottes zu demonstrieren. Zunächst kritisiert er das ontologische Argument des hl. Anselm und vertritt die Ansicht, dass die Existenz Gottes nicht offensichtlich ist. Denn obwohl Gott als notwendiges Wesen an sich offensichtlich ist, ist... Weiterlesen "Thomas von Aquin: Gottesbeweise und Gesellschaftslehre" »

Erkenntnis, Ethik und Politik bei Platon

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Erkenntnistheorie Platons

Für Platon gehört die Seele der intelligiblen Welt an. Obwohl sie sich in der materiellen Welt befindet, erinnern uns manche Dinge an das wahre Wissen. Dies ist die Theorie der Erinnerung (Anamnesis). Sie besagt, dass Wissen nicht durch Erfahrung erworben wird, sondern bereits in uns existiert. Wir müssen lediglich erkennen, dass es vorhanden ist. Die Ideen (Formen) sind Werkzeuge, die der Seele helfen, sich an das ihr Vertraute zu erinnern.

Wissen entsteht also durch Erinnerung; Wissen ist Erinnern. Sokrates lehrte, dass die Wahrheit in der Seele verborgen liegt. Wir sollen nicht nach dem suchen, was wir nicht wissen, da wir alles bereits in uns tragen.

Die Dialektik als wahre Erkenntnis

Eine weitere Form der Erkenntnis... Weiterlesen "Erkenntnis, Ethik und Politik bei Platon" »

Rousseaus Gesellschaftsvertrag: Freiheit und Gemeinwohl

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In seiner Gesellschaftskritik argumentiert Jean-Jacques Rousseau, dass der Fortschritt aus einer Idee entstand, die eine Rückkehr zum idyllischen Naturzustand unmöglich macht. Als Lösung für die Künstlichkeit und die Ungleichheit, in die die Gesellschaft führt, stellt die Idee vom Gesellschaftsvertrag die Grundlage dar, auf der sich ein legitimes Gemeinwesen etablieren kann, um Gerechtigkeit und das Glück seiner Bürger ohne Ungleichheit zu fördern.

Das soziale Modell der Harmonie

Dies würde die Mängel der vorangegangenen Zustände in ein soziales Modell überführen, in dem Individuen in Harmonie mit ihrer menschlichen Integrität, ihrem Gefühl und ihrer Vernunft leben. Mit dieser Idee setzt Rousseau die Tradition des Kontraktualismus... Weiterlesen "Rousseaus Gesellschaftsvertrag: Freiheit und Gemeinwohl" »

Nietzsche und Hume: Mensch, Moral und Fortschritt

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Nietzsche: Der Mensch als unvollendetes Tier

Nietzsche kritisiert die traditionelle Vorstellung des Menschen als Krone der Schöpfung. Er sieht den Menschen als ein unfertiges Tier, eine Krankheit im Universum. Der Mensch ist das einzige Tier, das sich noch nicht gefestigt hat. Das menschliche Leben stellt eine ernste Gefahr dar: Entweder muss der Mensch sich selbst überwinden, den Übermenschen erschaffen, oder er wird zum primitiven Tier zurückkehren.

Nietzsche sieht die Ursache dafür in der Weigerung des Menschen, sich weiterzuentwickeln, die Werte der Vergangenheit aufzugeben und einen neuen Sinn für die Menschheit zu schaffen. Alle anderen Tiere haben etwas Höheres hervorgebracht, nur der Mensch stagniert.

Trotz dieser negativen Sichtweise... Weiterlesen "Nietzsche und Hume: Mensch, Moral und Fortschritt" »

Menschliche Rationalität: Emotionen, Vernunft und Handeln

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Preis der Gefühle

Im antiken Griechenland sagte Aristoteles (4. Jh. v. Chr.), dass Menschen "intelligente Wesen sind, die bereit sind zu lernen oder zu begehren". Unser menschlicher Zustand besteht nicht nur aus Rationalität, sondern auch aus dem Lernen von der Natur, und wir haben Wünsche, Emotionen und Gefühle. In der Philosophie des frühen Christentums betonte Augustinus von Hippo (4./5. Jh.) die Bedeutung der Liebe: "Liebe und tue, was du willst". Augustinus betont, dass das wichtigste Menschenrecht nicht so sehr die Entwicklung ist, sondern die Leidenschaft, die mit der Liebe verbunden zu sein scheint. Auf diese Weise ähnelt die Person mehr ihrem Schöpfer und bereitet sich auf die Begegnung mit ihm vor.

Im 18. Jahrhundert entwickelten... Weiterlesen "Menschliche Rationalität: Emotionen, Vernunft und Handeln" »

Friedrich Nietzsche: Apollinisch, Dionysisch & Nihilismus

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Nietzsches Philosophie: Apollinisch und Dionysisch

Nach Nietzsche gab es im griechischen Geist zwei gegenläufige Tendenzen:

  • Das Apollinische: Benannt nach dem Gott Apollo, steht es für Licht, Vernunft und Ordnung. Wenn wir uns von der apollinischen Sicht leiten lassen, schreiben wir der Welt eine geordnete Struktur zu.
  • Das Dionysische: Benannt nach dem Gott Dionysos, wird es mit Dunkelheit, Trieben und Ekstase assoziiert. Wenn wir die Welt als dionysisch dominiert betrachten, sehen wir nur Chaos und Zufall.

Der Rückgang des griechischen Geistes begann laut Nietzsche mit Platon. Dieser verleugnete das Dionysische und die Realität der sinnlichen Welt. Stattdessen erfand er die intelligible Welt, die als „wirklich real“ galt und in jeder Hinsicht... Weiterlesen "Friedrich Nietzsche: Apollinisch, Dionysisch & Nihilismus" »

Nietzsches Philosophie: Eine Einführung

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Die Geburt der Tragödie: Apollo und Dionysos

In Die Geburt der Tragödie symbolisiert Nietzsche Apollo als das Prinzip der Individualisierung, der fertigen Formen und der rationalen Begrenzung. Dionysos hingegen steht für die ungebändigte und unvollständige Kraft des Lebens, die vitale Kraft der irrationalen Instinkte. In der Natur und im Leben existierten beide Geister in einem Gleichgewicht der Kräfte. Der Mensch wurde von der tragischen und leidvollen Komponente angezogen, die das Leben in hohem Maße hervorbrachte. Das Leiden war ein integraler Bestandteil der Existenz, das das Leben eines Menschen tragisch machte. In dieser ersten Dimension nennt Nietzsche die dionysischen Instinkte. Sie treten in Kontakt mit dem Willen, anonym zu... Weiterlesen "Nietzsches Philosophie: Eine Einführung" »

Philosophische Grundlagen: Wissen, Denken und Wahrheitstheorien

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Wissen und Erkenntnistheorie

  • Empirismus

    Für den Empirismus beginnt und endet Wissen mit der Erfahrung, die durch die Sinne vermittelt wird (Hume).

  • Rationalismus

    Der Rationalismus war die philosophische Tradition des 17. und 18. Jahrhunderts. Rationalisten vertrauen auf die Vernunft als Instrument des Menschen, um die Wirklichkeit zu entdecken. Dabei spielen die Sinne eine untergeordnete Rolle (Descartes).

  • Immanuel Kant

    Nach Kant liefern die Gefühle das Material der Erkenntnis, aber die menschliche Vernunft organisiert dieses Material auf eine bestimmte, gemeinsame Weise.

Gedanke und Sprache: Zwei Perspektiven

Der Gedanke ist vor der Sprache

  • Aristoteles

    Aristoteles vertrat die Ansicht, dass der Gedanke unabhängig und vorsprachlich ist, während die

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