Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Aristoteles im Dialog: Bewegung, Sein, Erkenntnis und Natur

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Parmenides und Aristoteles: Das Problem der Bewegung und des Seins

Parmenides vertrat die Auffassung, dass Bewegung und Veränderung Illusionen sind, da nur das Sein existiert und unveränderlich ist. Das Nicht-Sein kann nicht gedacht oder ausgesprochen werden. Aristoteles hingegen löst das Problem der Existenz von Bewegung, indem er zwischen Sein im Potenzial und Sein in Aktualität unterscheidet. Er kritisiert Parmenides' Philosophie, da sie auf einer rein formalen Ursache beruht und die Möglichkeit der Veränderung nicht erklären kann. Für Aristoteles ist die Wahrheit nicht nur im unveränderlichen Sein zu finden, sondern auch in der Erkenntnis der Welt, die sich in ständiger Bewegung befindet.

Heraklit: Die Lehre der ständigen Bewegung

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Platons Anthropologischer Dualismus

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Platon vertritt eine dualistische Auffassung des Menschen: Der Mensch besteht aus Leib und Seele. Diese Ansicht, die als anthropologischer Dualismus bezeichnet wird, wurde von seinem Meister Pythagoras beeinflusst, der die Vereinigung von Seele und Körper als rein zufällig betrachtete.

Die Seele: Unsterblichkeit und Erkenntnis

Die Seele ist unsterblich und immateriell; sie hat Vorrang vor dem Körper. Sie ist das Lebensprinzip, das den Körper belebt, und auch der Ursprung der Erkenntnis. Sie ist eine Realität, die zwischen zwei Welten tendiert: der materiellen Welt und der Welt der Ideen, in der sie bereits vor ihrer Inkarnation existierte. Beim Eintritt in die materielle Welt und der Inkarnation in einem Körper vergisst die Seele die Ideen,... Weiterlesen "Platons Anthropologischer Dualismus" »

Augustinus' Erkenntnistheorie: Wahrheit, Wissen und Glück

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T. San Agustin: Wissen und Wahrheit

Die Wahrheit bringt das wahre Glück des Menschen. Skeptiker können sicher sein, dass es Beweise für die Existenz dessen gibt, woran sie zweifeln. Der Mensch kann die Wahrheit erkennen. Im Wissen gibt es drei Hierarchieebenen, vom niedrigsten zum höchsten:

  • Die sinnliche Erkenntnis: Nimmt Objekte und deren Modifikationen wahr. Was sinnvoll ist, ist nicht die wahre Erkenntnis (Mängel der Sinne).
  • Rationale Erkenntnis: Stellt Urteile über Objekte an und vergleicht sie mit den ewigen Modellen, den Ideen (platonischer Einfluss) aus göttlicher Erleuchtung.
  • Kontemplation: (Höchste Ebene). Sie bedeutet, die ewigen Ideen ohne Gefühle oder Urteile zu sehen. Wird durch Erleuchtung erreicht und führt zu objektiver
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Renaissance und Moderne Philosophie: Ein Überblick

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Renaissance-Philosophie (14. bis 16. Jahrhundert)

Die Renaissance-Philosophie ist geprägt durch die Wiederentdeckung antiker Werke von Platon und Aristoteles sowie die Rückbesinnung auf bedeutende griechische und römische Autoren und Künstler. In dieser Epoche herrschten drei wesentliche Denkrichtungen vor:

1. Platonismus und Hermetik

Ausgehend von Platons Philosophie und der Entdeckung hermetischer Schriften entstand die Idee der Natur als lebendiger Organismus. Der Mensch wird als Mikrokosmos betrachtet – ein Spiegel des Universums. Durch natürliche Magie, Alchemie und Astrologie glaubte man, die geheimen Verbindungen (Sympathie) zwischen den Dingen nutzen zu können, um die Welt aktiv mitzugestalten.

2. Florentiner Humanismus und Republikanismus

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Descartes, Rationalismus und das 17. Jahrhundert: Eine Ära des Umbruchs

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Das 17. Jahrhundert: Eine Ära der Umbrüche

Das siebzehnte Jahrhundert war eine Zeit der Krise und Unsicherheit in kritischen Bereichen wie Politik, Gesellschaft, Religion, Wissenschaft, Kultur und Philosophie. In Europa prägten Hunger und Krankheiten das Leben, das oft kurz war.

Politische und soziale Krisen

In einer stark geschichteten Gesellschaft kam es zu häufigen sozialen Spannungen, etwa zwischen Adel und Bürgertum, wie in England mit zwei Revolutionen (1648 und 1688), oder zwischen verschiedenen Staaten, wie dem Dreißigjährigen Krieg zwischen Frankreich und Deutschland (1618–1648). Das vorherrschende politische System war die absolute Monarchie.

Religiöse Spaltung und Konflikte

In der religiösen Sphäre spaltete die protestantische... Weiterlesen "Descartes, Rationalismus und das 17. Jahrhundert: Eine Ära des Umbruchs" »

Kant: Kritik der reinen Vernunft – Ästhetik & Analytik

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Kant: Kritik der reinen Vernunft – Ästhetik & Analytik

Die drei Teile der Kritik

Im Werk Kants unterscheidet er drei Teile: die transzendentale Ästhetik, die transzendentale Analytik und die transzendentale Dialektik. Diese entsprechen drei Arten von Vermögen und Erkenntnis (Macht und Wissen) und behandeln jeweils unterschiedliche Fragen darüber, wie Erkenntnis möglich ist.

Transzendentale Ästhetik: Sensibilität

Die transzendentale Ästhetik untersucht die Sensibilität, also die ästhetische Seite der Erkenntnis nicht im Sinn von Schönheit, sondern als Studium der Sinnlichkeit und der Bedingungen, unter denen wir Empfindungen erhalten. Kant nennt dies die Wissenschaft von allen Prinzipien der Sinnlichkeit a priori.

Die Sensibilität... Weiterlesen "Kant: Kritik der reinen Vernunft – Ästhetik & Analytik" »

Nietzsches Lehre vom Körper, Werden und Dionysischen

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Körper

Körper: Bei traditionellen Philosophen haben menschliche Wesen einen Körper, sind aber nicht der Körper. Die Ablehnung des Körpers oder die Hervorhebung des Begriffs „Seele" subsumiert die gesamte menschliche Realität. Dies führt zu einer Wertung: Die Sinne täuschen uns, indem sie das Werden als real erscheinen lassen, und so erhält alles Sinnlich-Körperliche eine negative Konnotation.

Auf der anderen Seite steht der Körper im Zusammenhang mit dem Irrationalen und mit dem Vergnügen, also mit allen lebenswichtigen Werten, denen die westliche Tradition Feindschaft entgegengebracht hat.

Nietzsche bewertet die Dekadenz radikal und interpretiert die ontologische Struktur des Menschen so, dass sie nichts anderes ist als ein lebender... Weiterlesen "Nietzsches Lehre vom Körper, Werden und Dionysischen" »

Das Argument der Autorität im mittelalterlichen Recht

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Das Argument der Autorität im mittelalterlichen Rechtsdenken

Die Verwendung des Arguments der Autorität (argumentum ab auctoritate) ist charakteristisch für das mittelalterliche juristische Denken. Der Wert dieses Arguments basierte auf der Annahme, dass der Autor ein Kenner der Materie war. Seine Meinung war jedoch nur dann verbindlich, wenn sie nicht durch eine andere, höherwertige Ansicht widerlegt wurde. Die Gelehrten erkannten diese Aussagen nicht als endgültige Wahrheiten an, sondern verglichen die Ansichten verschiedener Autoren. Die Berufung auf dieses Argument war somit eng mit der dialektischen Natur der Rechtswissenschaft verbunden.

Wahrscheinlichkeit und die communis opinio

Diese Argumente waren lediglich wahrscheinlich. Es kam... Weiterlesen "Das Argument der Autorität im mittelalterlichen Recht" »

Thomas von Aquin: Vernunft und Glaube in der mittelalterlichen Philosophie

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Nach dem Tod des Philosophen gab es erheblichen Widerstand gegen seine Philosophie, vor allem von den Franziskanern, die die Ansicht vertraten, dass St. Augustinus der treueste Vertreter des Christentums sei. Der Widerspruch gipfelte in der Verurteilung einiger thomistischer Lehren durch kirchliche Behörden in Paris und Oxford im Jahr 1277. Doch es wurde bald klar, dass die Ängste unbegründet waren, und seine Gedanken wurden nach der Heiligsprechung des heiligen Thomas im Jahr 1323 erweitert. Der Thomismus verbreitete sich.

Wie wir wissen, gehört zu den Hauptachsen der mittelalterlichen Philosophie die Auseinandersetzung zwischen Vernunft und Glauben. Die Position des Thomas in dieser Hinsicht, wie wir sie kennen (im Gegensatz zu anderen... Weiterlesen "Thomas von Aquin: Vernunft und Glaube in der mittelalterlichen Philosophie" »

John Stuart Mill: Die Verteidigung der individuellen Freiheit

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Mill argumentiert, dass niemand berechtigt ist, einem anderen Menschen im reifen Alter vorzuschreiben, wie er sein Leben zu führen hat, solange dieser seine eigenen Vorteile berücksichtigt.

Die Grenzen der Autorität (Einleitung zu Über die Freiheit)

J. S. Mill beantwortet in der Einleitung zu seinem Buch Über die Freiheit (On Liberty) die Frage nach der Berechtigung, anderen vorzuschreiben, wie sie handeln sollen. Er stellt fest, dass die Meinungen der Menschen darüber, was des Lobes würdig oder der Verurteilung wert ist, oft aus ihren Vorurteilen, ihrem Aberglauben, sozialen Störungen, antisozialen Tendenzen, Neid, Eifersucht, Hochmut oder Verachtung, Wünschen, Ängsten sowie legitimen und illegitimen Motiven resultieren.

Daher schlussfolgert... Weiterlesen "John Stuart Mill: Die Verteidigung der individuellen Freiheit" »