Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Empirismus: Wissen durch Erfahrung

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Der Begriff Empirismus stammt vom griechischen Wort empeiria; die lateinische Übersetzung ist experientia, von dem das Wort Erfahrung abgeleitet ist.

Ursprung und Abgrenzung

In der klassischen Antike, bei Griechen und Römern, bezieht sich „empirisch“ auf Ärzte, Architekten, Künstler und Handwerker, die ihre Fähigkeiten allgemein durch Erfahrung und nützliche Techniken erwarben – im Gegensatz zum theoretischen Wissen als „Kontemplation der Wahrheit“ unabhängig von jeglichem Nutzen.

In der Philosophie entsteht der Empirismus als Bezeichnung einer Denkschule im Gegensatz zum Rationalismus. Er entstand in der Neuzeit als philosophische Strömung, die sich besonders in Großbritannien entwickelte und oft als Gegenstück zum Rationalismus... Weiterlesen "Empirismus: Wissen durch Erfahrung" »

Metaphysik: Definition, Grundbegriffe und Ontologische Systeme

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Metaphysik: Definition und grundlegende Konzepte

Die Studie des Seins, d. h. dessen, was allen Entitäten gemeinsam ist.

Sie untersucht die allgemeinsten Aspekte des Seins, die ersten Prinzipien und die ersten Ursachen.

Die klare und präzise Definition verdanken wir Aristoteles, der die Metaphysik (die er die „Erste Philosophie“ nannte) als die Wissenschaft definierte, die das Seiende als solches und die ihm als solchem zukommenden Bestimmungen untersucht.

  1. Die verschiedenen Bedeutungen des Seins: Die Kategorien

    Die Kategorien sind die verschiedenen Weisen, in denen wir etwas als seiend aussagen oder etwas über etwas prädizieren. Das Wort Kategorie stammt vom griechischen Verb katēgorein, was so viel wie 'aussagen' oder 'prädizieren' bedeutet.

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Sprache, Geist und Gehirn: Dimensionen und Theorien

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A) Dimensionen der Sprache

Sprache als Zeichen oder Code ermöglicht unendliche Kommunikation. Eine entwickelte Sprache ist ein Code, der in drei Dimensionen wirkt:

  1. Syntaktische Dimension: Die Syntax ist die Zusammensetzung der Beziehungen zwischen den Zeichen. Syntaxregeln bestimmen den korrekten Weg, um Zeichen zu Ausdrücken zu formen.
  2. Semantische Dimension: Sie bezieht sich auf die Beziehung zwischen Zeichen und ihren entsprechenden Bedeutungen.
  3. Pragmatische Dimension: Sie bezieht sich auf die Beziehung zwischen Zeichen und den Benutzern selbst. Hier kommen die Funktionen der Sprache zum Tragen.

B) Gehirn und Geist

Die Funktionsweise der menschlichen Psyche hängt unbedingt vom Gehirn ab. Das Problem ist, ob das Gehirn alles erzeugt, was die... Weiterlesen "Sprache, Geist und Gehirn: Dimensionen und Theorien" »

Nietzsches Schlüsselkonzepte: Gott, Tod Gottes & Apollonisches

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Nietzsches Konzepte: Gott und der Tod Gottes

Der Begriff „Gott“ als Platzhalter

Wenn Nietzsche von Gott spricht, meint er nicht nur den Gott der Religion, insbesondere des Christentums, sondern auch alles, was an seine Stelle treten kann. Für ihn ist Gott keine Entität, sondern ein Ort, eine Denkfigur, die das Absolute repräsentiert. Gott ist eine Metapher für eine absolute Realität – eine Wahrheit oder ein Lebensziel, das als Grundlage der Existenz dient, weil es jenseits des Lebens selbst liegt und ihm Sinn verleiht. Alles, was dem Menschen Sinn gibt, aber außerhalb des Lebens steht, ist Gott ähnlich: Natur, Fortschritt, Revolution oder die Wissenschaft, wenn sie als absolute Realitäten verstanden werden. Für Nietzsche ist der... Weiterlesen "Nietzsches Schlüsselkonzepte: Gott, Tod Gottes & Apollonisches" »

Geschichte der Rhetorik: Sophisten bis Aristoteles

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Die Ursprünge der Rhetorik und Argumentation

Die Dialektik

Die Dialektik ermöglicht es, die Thesen des Gegners zu widerlegen, indem man sie zunächst akzeptiert und dann seine eigenen Überlegungen und Schlussfolgerungen daraus ableitet. Diese Kunst hat einen erheblichen offensiven oder defensiven Wert bei der Widerlegung eines Arguments. Sie verwendet oft das Argumentum ad hominem, d. h. ein Argument, das sich direkt gegen die Person des Gegners richtet.

Die Sophisten

Die Sophisten sind die Erfinder der Rhetorik, der Kunst, überzeugend zu sprechen, insbesondere im politischen und juristischen Diskurs. Ihre argumentative Pädagogik konzentriert sich auf die Mechanismen der Debatte, der Argumentation und der Überzeugung.

Sokrates

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Philosophische Strömungen: Erkenntnistheorie im Überblick

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Empirismus

Der Empirismus lässt sich oft in der Formel zusammenfassen: Alles Wissen stammt aus sinnlicher Erfahrung. Durch die Erfahrung können wir nicht mehr wissen als besondere Ereignisse; jede Verallgemeinerung solcher Daten als notwendige Naturgesetze ist illegitim.

Kritik am Kausalitätsprinzip

Diese assoziative Beziehung besteht nur zwischen meinen Wahrnehmungen und psychischen Erscheinungen. Sie sagt nichts darüber aus, wie diese Dinge außerhalb meines Kopfes verbunden sind, und kann noch weniger die Existenz einer echten Kausalbeziehung zwischen ihnen behaupten.

Kurzum: Der Empiriker erkennt zwar die Forderungen der theoretischen Vernunft an, findet jedoch, dass solche Anforderungen unrealistische Illusionen sind.

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Ortega y Gasset: Perspektivismus und Ratiovitalismus

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Die philosophischen Phasen von Ortega y Gasset

In der Entwicklung von José Ortega y Gasset, ausgehend vom Neokantismus, lassen sich zwei wesentliche Trends unterscheiden:

1. Perspektivismus (1914–1923)

Der Perspektivismus versucht, das Problem der Wahrheit zu lösen. Ein Einzelner kann die absolute Wahrheit nicht erreichen, da wir die Realität immer nur aus einem bestimmten Aspekt wahrnehmen – je nachdem, aus welcher Perspektive wir sie betrachten. Der Mensch wird definiert als "Ich und meine Umstände". Daher ist jeder Mensch anders, und jeder nimmt die Wahrheit aus seiner eigenen Perspektive wahr. Daraus folgt der Respekt vor den Meinungen anderer, da keine Wahrheit im Widerspruch zu anderen stehen kann.

2. Ratiovitalismus (1923–1955)

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Friedrich Nietzsche: Historischer & Philosophischer Kontext

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Das 19. Jahrhundert: Historisch-kultureller Kontext

Das 19. Jahrhundert markiert den Beginn der Zivilisation, wie wir sie heute verstehen. Es war eine Zeit großer politischer und sozialer Revolutionen, deren Ursprung in Frankreich lag. Es war das Jahrhundert großer konkurrierender Ideologien: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus, Nationalismus und Anarchismus, deren Konflikte bis ins 20. Jahrhundert reichten. Nietzsche hatte prophezeit, dass das 20. Jahrhundert von globalen Kriegen beherrscht werden würde.

Industrielle Revolution & Gesellschaftswandel

Es war auch das Jahrhundert der Zweiten Industriellen Revolution, des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts sowie bedeutender kultureller Ereignisse. Entdeckungen wie Elektrizität,... Weiterlesen "Friedrich Nietzsche: Historischer & Philosophischer Kontext" »

Philosophiegeschichte: Von der Antike zur Moderne

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Die hellenistische Zeit

Die hellenistische Zeit bezeichnet konventionell den Zeitraum zwischen dem Tod Alexanders des Großen (323 v. Chr.) und der Eroberung Griechenlands durch Rom. Alexander der Große versuchte, ein Imperium zu schaffen, doch mit seinem frühen Tod verschwand nicht nur das Reich, sondern auch die Athener Demokratie, Philosophie und Kunst. Nach dem allgemeinen Rückgang Athens entstanden in der Peripherie Städte wie Alexandria, Pergamon und Antiochia. Es entstand eine neue Realität und eine andere Mentalität. Der Bürger fühlte sich ohne Sicherheitsrahmen verwaist, getrennt und unsicher. Der Weise suchte sein Heil in der hellenistischen Individualität. Philosophie wurde zu einer moralischen Wissenschaft, nicht mehr als... Weiterlesen "Philosophiegeschichte: Von der Antike zur Moderne" »

Nietzsches Philosophie: Kunst, Apollo, Dionysos und Nihilismus

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Nietzsches metaphysischer Kunstbegriff

Nietzsche vertritt einen metaphysischen Begriff von Kunst: Der Wert der Kunst liegt nicht bloß in subjektiven Ursachen oder der Selbstzufriedenheit des Betrachters. Er ist etwas Tieferes, weil eine Kultur durch sie eine ganze Vorstellung von der Welt und der Existenz ausdrückt.

Das griechische Volk wusste, wie man die beiden grundlegenden Dimensionen der Wirklichkeit einfängt: das Apollinische und das Dionysische.

  • Apollo: Er war der Gott des Lichtes, der Klarheit und Harmonie; er steht auch für Individuation, Gleichgewicht, Maß und Form sowie Rationalität.
  • Dionysos: Im Gegensatz zum Apollinischen steht das Dionysische, vertreten durch die Gestalt des Gottes Dionysos, den Gott des Weines, der Ernten,
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