Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Sokrates und hellenistische Philosophie

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Sokrates

Sokrates war in erster Linie an der Ausbildung von guten Menschen interessiert. Seine philosophische Tätigkeit als Moralist beschränkte sich auf die Praxis: Das Interesse an logischen oder metaphysischen Fragen war Sokrates völlig fremd.

In Ablehnung des Relativismus der Sophisten verfolgte Sokrates die allgemeine Definition, die er durch ein induktives Verfahren zu erreichen versuchte. Wahrscheinlich hatte eine solche universelle Definition keine rein theoretische, sondern eine praktische Absicht. Die Sophisten hatten den erkenntnistheoretischen und moralischen Relativismus aufgestellt. Sokrates kritisierte diesen Relativismus, da er glaubte, dass die Bedeutung konkreter Beispiele ein gemeinsames Element enthielt, das diese Beispiele... Weiterlesen "Sokrates und hellenistische Philosophie" »

David Hume: Die Wissenschaft vom Menschen und Empirismus

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Hume: Die Wissenschaft vom Menschen

Humes Werk A Treatise of Human Nature wird als das „Newton der moralischen Wissenschaften“ betrachtet. Er beabsichtigte, die Newtonsche Methode auf moralische Fragen anzuwenden – also auf die Wissenschaft vom Menschen. Sein Ziel war es, alle Wissenschaften zu vereinheitlichen, das Ausmaß der Kräfte menschlichen Handelns zu prüfen und die Natur von Ideen und Argumenten zu erklären.

Vom empirischen Standpunkt aus ist die wichtigste Arbeit die Untersuchung der Gesetze der Assoziation von Ideen. In seiner Untersuchung über den menschlichen Verstand verlässt Hume den ursprünglichen Plan einer umfassenden Wissenschaft vom Menschen und die strikte Newtonsche Methode. Er konzentriert sich stattdessen auf... Weiterlesen "David Hume: Die Wissenschaft vom Menschen und Empirismus" »

Marxistische Anthropologie: Arbeit, Entfremdung und Befreiung

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Erläuterung der marxistischen Anthropologie

Die marxistische Anthropologie betrachtet den Menschen als ein natürliches Wesen, das sich durch seine Tätigkeit in der Natur definiert. Marx beschreibt den Menschen als ein Wesen, das über eine Reihe von Fähigkeiten verfügt, um seine Bedürfnisse durch die Umgestaltung der Natur zu befriedigen – dies ist der Kern seines Arbeitsbegriffs.

Die Bedeutung der Arbeit für das menschliche Wesen

In der Praxis der Arbeit verwirklicht der Mensch sein eigenes Wesen. Die Produktionstätigkeit bestimmt dabei nicht nur die Verfassung des Einzelnen, sondern – gemäß der Lehre des historischen Materialismus – die gesamte soziale Wirklichkeit.

Historische Konfigurationen und Produktionsweisen

Das menschliche... Weiterlesen "Marxistische Anthropologie: Arbeit, Entfremdung und Befreiung" »

Nietzsches Philosophie: Nihilismus & Übermensch

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Erläuterung der Ideen: Nietzsches Philosophie

Nietzsches Philosophie nimmt als Ausgangspunkt die kulturelle Diagnose des Nihilismus. Dieser Nihilismus ist die Konsequenz des historischen Ereignisses, das Nietzsche den "Tod Gottes" nannte.

Der Tod Gottes und die Entwertung der Werte

Seit Sokrates und Platon verstand die westliche Tradition die wahre Wirklichkeit, die Existenz von Sinn und Verständlichkeit, als in einer parallelen Welt liegend. Bei Platon ist dies die Welt der Formen, und das Christentum, als Erbe des Platonismus, nennt sie Jenseits.

Diese Welt der Formen oder das Jenseits fungierte als Norm und Maßstab der Wahrheit und des Guten, als Quelle all dessen, was in der Welt wahr und gut ist. Die Moderne hat, nach Nietzsche, einen Prozess... Weiterlesen "Nietzsches Philosophie: Nihilismus & Übermensch" »

Rousseau: Die Unterscheidung von Sein und Schein

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Sein und Schein bei Rousseau

Um die Unterscheidung zwischen Sein und Schein zu verstehen, ist es wichtig, einige Aspekte der Philosophie von Rousseau zu betrachten. Damit lassen sich die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Naturzustand und der Zivilgesellschaft herausarbeiten.

Der Naturzustand

Im Naturzustand ist eine solche Unterscheidung nicht möglich, da der Mensch in einem Kontext lebt, in dem er kaum mit seinen Mitmenschen interagiert. Der natürliche Mensch lebt in einer unmittelbaren Beziehung zur Umwelt und steht der bloßen Tierheit näher als ein zivilisierter Mensch. Daher ignoriert der natürliche Mensch den Unterschied zwischen Sein und Schein und besitzt keine Vorstellung davon, etwas vorzutäuschen.

Für eine solche Unterscheidung... Weiterlesen "Rousseau: Die Unterscheidung von Sein und Schein" »

Nietzsches Philosophie: Wahrheit, Moral und Wille zur Macht

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Wahrheit und Moral nach Nietzsche

Alle nach Also sprach Zarathustra verfassten Schriften sind von der Idee der "Umwertung aller Werte" geprägt. Dies bedeutet zunächst, dass Nietzsches Denken sich durch ein festes Gefüge von Problemen bewegt, diese jedoch nicht selbst infrage stellt. Alle Probleme der Philosophie sind für ihn Wertprobleme; das Wesen des Wertes an sich bleibt jedoch unproblematisch.

Die axiologische Sichtweise der Vergangenheit

Wenn die Philosophie der Vergangenheit reflektiert wird – wie Nietzsche es bereits aus einer axiologischen Sichtweise tut –, so will sie dem "Werden" entkommen. Sie schätzt das Stabile und Dauerhafte als überlegen und wertvoll ein, als wäre es die "reale Sache". Nietzsche beschäftigt die noch... Weiterlesen "Nietzsches Philosophie: Wahrheit, Moral und Wille zur Macht" »

Platons Anthropologischer Dualismus

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Platon vertritt eine dualistische Auffassung des Menschen: Der Mensch besteht aus Leib und Seele. Diese Ansicht, die als anthropologischer Dualismus bezeichnet wird, wurde von seinem Meister Pythagoras beeinflusst, der die Vereinigung von Seele und Körper als rein zufällig betrachtete.

Die Seele: Unsterblichkeit und Erkenntnis

Die Seele ist unsterblich und immateriell; sie hat Vorrang vor dem Körper. Sie ist das Lebensprinzip, das den Körper belebt, und auch der Ursprung der Erkenntnis. Sie ist eine Realität, die zwischen zwei Welten tendiert: der materiellen Welt und der Welt der Ideen, in der sie bereits vor ihrer Inkarnation existierte. Beim Eintritt in die materielle Welt und der Inkarnation in einem Körper vergisst die Seele die Ideen,... Weiterlesen "Platons Anthropologischer Dualismus" »

Aristoteles' Hylomorphismus: Materie, Form und Substanz

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Die Hylemorphe Theorie des Aristoteles

Die **Hylemorphe Theorie** (von griechisch hyle, Materie, und morphe, Form) ist das zentrale Merkmal der aristotelischen Philosophie. Sie unterscheidet sich von Platons Ideenlehre, weist jedoch auch Ähnlichkeiten und Erweiterungen auf.

Abgrenzung zur Platonischen Ideenlehre

Aristoteles vollzog eine teilweise Ablehnung der Ideenlehre, erkannte aber die Koexistenz bestimmter platonischer Denkweisen an. Er kannte die Mängel der Theorie, da er Platon bis zu dessen Tod nahestand. Aristoteles kritisiert die Ideenlehre, die betont, dass die Ideen getrennt von den Dingen existieren.

Aristoteles lehnt diese Trennung ab, da er glaubt, dass jedes Individuum etwas Inneres besitzt, das uns definiert und allen Individuen... Weiterlesen "Aristoteles' Hylomorphismus: Materie, Form und Substanz" »

Erkenntnis, Ethik und Politik bei Platon

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Erkenntnistheorie Platons

Für Platon gehört die Seele der intelligiblen Welt an. Obwohl sie sich in der materiellen Welt befindet, erinnern uns manche Dinge an das wahre Wissen. Dies ist die Theorie der Erinnerung (Anamnesis). Sie besagt, dass Wissen nicht durch Erfahrung erworben wird, sondern bereits in uns existiert. Wir müssen lediglich erkennen, dass es vorhanden ist. Die Ideen (Formen) sind Werkzeuge, die der Seele helfen, sich an das ihr Vertraute zu erinnern.

Wissen entsteht also durch Erinnerung; Wissen ist Erinnern. Sokrates lehrte, dass die Wahrheit in der Seele verborgen liegt. Wir sollen nicht nach dem suchen, was wir nicht wissen, da wir alles bereits in uns tragen.

Die Dialektik als wahre Erkenntnis

Eine weitere Form der Erkenntnis... Weiterlesen "Erkenntnis, Ethik und Politik bei Platon" »

Die moderne Philosophie: Von der Renaissance zur Aufklärung

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Die moderne Philosophie

Die Renaissance und der Humanismus

Die Neuzeit beginnt mit einer Übergangsphase, die als Renaissance bekannt ist. Sie entstand Ende des 14. Jahrhunderts in Italien als eine Bewegung der Erneuerung und des Wandels, die sich vor allem im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts entfaltete. Diese Veränderungen manifestierten sich im Humanismus durch eine neue Art des Menschenverständnisses und eine neue Herangehensweise an die Natur. Es entstand die moderne Wissenschaft, die auf einer hypothetisch-deduktiven Methode basiert, sowie die moderne Politikwissenschaft.

Der anthropozentrische Blick

Der Begriff Humanist beschreibt eine Gruppe von Autoren, die sich auf eine anthropozentrische Sicht der Wirklichkeit konzentrieren. Der Mensch... Weiterlesen "Die moderne Philosophie: Von der Renaissance zur Aufklärung" »