Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Wissenschaftliche Erklärungen, Methoden und Fortschritt

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Wissenschaftliche Erklärungen und ihre Typen

Das grundlegende Ziel der Wissenschaft ist es, Fakten zu erklären, das heißt, zu sagen, warum und wie sie geschehen, um sie vorhersagen zu können. Carl G. Hempel unterscheidet vier Arten wissenschaftlicher Erklärungen:

1. Deduktiv-Nomologische Erklärung

Bei dieser Erklärung folgt das zu erklärende Phänomen, das sogenannte Explanandum, logisch aus einer Erklärung oder einem allgemeinen Gesetz, dem sogenannten Explanans. Das Explanandum ist somit eine logische Konsequenz des Explanans.

Beispiel: Newtons Gesetz der universellen Gravitation ist ein Explanans, aus dem die Erklärung für den Fall eines konkreten Körpers (das Explanandum) abgeleitet wird.

2. Induktiv-Statistische Erklärung

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Philosophie & Geschichte: Von Renaissance bis Aufklärung

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Renaissance (15. bis 17. Jahrhundert)

Die Renaissance war eine Erneuerungsbewegung, die eine umfassende wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Entwicklung in Europa mit sich brachte.

  • Veränderungen in der Mentalität des europäischen Menschen, geprägt durch eine neue Weltkonzeption, inspiriert von antiken Modellen.
  • In der Philosophie: Rückbesinnung auf den ursprünglichen Sinn der großen klassischen Systeme. Das Konzept von Mensch und Natur wurde neu gedacht. Die Autorität des Aristoteles wurde zunehmend infrage gestellt, was viele Theologen als Angriff auf das Christentum, das Vertrauen, den Willen und die Macht interpretierten.
  • Wichtige Vertreter: Marsilio Ficino, Pico della Mirandola, Pomponazzi.

Reformation (16. Jahrhundert)

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Die Macht der Symbole: Sprache, Denken und Logik

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Die symbolische Kapazität des Menschen

Was ist ein Symbol?

Der Mensch ist ein animal rationale, der poetische Emotionen, Gefühle und Phantasie auszudrücken vermag. Er ist das einzige Tier, das symbolische Formen (Sprache, Kunst, Mythos, Religion etc.) bilden kann, die der Welt, in der er lebt, Sinn und Bedeutung geben.

Ein Symbol ist ein wahrnehmbares Element (Objekt, Bild, Geste), das eine Idee, ein Gefühl oder eine Realität darstellt oder ersetzt.

Merkmale von Symbolen:

  • Sie werden künstlich vom Menschen geschaffen und können eine einzelne oder konventionell anerkannte Bedeutung haben. Beispiel: Licht.
  • Sie werden durch Lernen übertragen.
  • Sie können Elemente ersetzen, zu denen keine direkte Beziehung besteht. Beispiel: Zwischen Liebe und
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Erkenntnistheorie und Wissenschaft: Theorien, Methoden und Konzepte

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Grundbegriffe der Erkenntnistheorie

Empirismus: Ein Ansatz, der besagt, dass Wissen durch die Erfahrung mit den gelieferten Informationen konstruiert wird. Rationalismus: Ein Ansatz, der sich auf die Vernunft als Instrument stützt, um zu erkennen, wie die Dinge in Wirklichkeit beschaffen sind. Er geht von angeborenen Ideen aus. Wahrnehmung: Ein Prozess, durch den Menschen Umweltinformationen um sich herum organisieren, entwickeln und interpretieren. Sprache: Das System von Zeichen zum Ausdruck von Ideen, das als Vehikel des Wissens dient. Angeborene Ideen/Verhalten: Dies sind Verhaltensweisen oder Ideen, die nicht aus der Erfahrung stammen, sondern bereits bei der Geburt vorhanden sind. Wissenschaft: Eine Art von Wissen, das aus der Erfahrung... Weiterlesen "Erkenntnistheorie und Wissenschaft: Theorien, Methoden und Konzepte" »

Marvin Harris: Technologische und moralische Implikationen

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Marvin Harris: Philosophische Implikationen der Technik

Für Marvin Harris hat Technologie nicht nur Fortschritt für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft. Er unterscheidet drei Phasen in der Technologie: die Jäger-Sammler-Gesellschaft, die agrarischen Gesellschaften, die auf domestizierten Pflanzen und Tieren basieren, und die industrialisierte Gesellschaft. Jede Technologie stellt eine Nutzung der Freizeit für die Jäger und Sammler dar. In der Jungsteinzeit verbrachte ein Sammler ca. 6 Stunden pro Tag mit der Nahrungsbeschaffung, während Arbeiter im 19. Jahrhundert zwischen 12 und 14 Stunden für einen minimalen Lohn arbeiteten. Natürlich reduziert die Technologie die Freizeit für die einzelnen Individuen, beeinflusst jedoch... Weiterlesen "Marvin Harris: Technologische und moralische Implikationen" »

René Descartes: Die kartesische Methode und Metaphysik

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Descartes sucht nach gewissen, zweifelsfreien Erkenntnissen und einem Wissen, das durch das mathematische Verfahren geleitet wird.

Die kartesische Methode

Wie in der Mathematik muss eine Grundlage garantiert sein, aus der der Rest des Systems abgeleitet werden kann. Dies wird durch vier Regeln erreicht:

  • Regel der Evidenz: Nichts ist wahr, wenn es in der Seele nicht klar und unvermischt mit anderen Ideen erscheint.
  • Regel der Analyse: Ein komplexes Problem muss in einfache Teile zerlegt werden.
  • Regel der Synthese: Einmal aufgeschlüsselt und analysiert, müssen die Teile wieder zusammengesetzt werden.
  • Regel der Überprüfung: Den Prozess kontrollieren, um nichts auszulassen.

Der methodische Zweifel

Das Ziel des methodischen Zweifels ist es, ein sicheres... Weiterlesen "René Descartes: Die kartesische Methode und Metaphysik" »

Kants Transzendentale Ästhetik: Raum, Zeit und Erkenntnis

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Reine Anschauung: Raum und Zeit

Kant betrachtet Raum und Zeit als reine Anschauungen (Purae Intuitiones).

  • Einblicke (Einzigartigkeit): Raum und Zeit sind einzigartig. Sie dienen nicht dem Verständnis von Konzepten, die auf eine Vielzahl von Individuen angewendet werden könnten. Es gibt keine Vielzahl von Räumen oder Zeiten, sondern nur den einen Raum und die eine Zeit, die unaufhörlich fließt.
  • Reinheit (A priori): Sie sind rein, da ihnen jeglicher Stoff oder empirischer Gehalt fehlt. Sie stammen nicht aus der Wirklichkeit.

A priori synthetische Urteile in der Mathematik

Für Kant bilden Geometrie und Arithmetik die Grundlagen der Mathematik.

  • Die Geometrie beschäftigt sich mit den Eigenschaften des Raumes.
  • Die Arithmetik beruht auf den
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Hume vs. Descartes: Rationalismus und Empirismus im Vergleich

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Gemeinsamkeiten zwischen Hume und Descartes

Hume verwirft herkömmliche Dogmen und teilt dennoch grundlegende Ansätze mit Descartes:

  • 1) Hume ist ein Gelehrter und teilt mit Descartes das Ideal und die Anstrengung einer autonomen Vernunft, das heißt, einen Grund, der von jeglicher Autorität befreit ist und als einziger Führer in der Erkenntnis der Wirklichkeit, in der moralischen Sphäre sowie in den Theorien der Gesellschaft dient.
  • 2) Sowohl der Rationalismus von Descartes als auch Humes Empirismus teilen die Besorgnis über das Problem der Erkenntnis: Vernunft, Art, Umfang und Grenzen. Sie machen das Subjekt des Wissens zum Mittelpunkt ihrer Philosophie.
  • 3) Das Auftreten beider Denker steht in enger Verbindung mit der modernen Wissenschaft.
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Grundlagen des Hinduismus: Götter, Karma und Wiedergeburt

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Grundlagen des Hinduismus

Samsara: Der Kreislauf der Wiedergeburt

Samsara, die Seelenwanderung, ist der Kreislauf der Wiedergeburten der individuellen Seele (Atman). Dies wird durch ein sich ständig bewegendes Rad symbolisiert.

Bhakti: Die persönliche Hingabe

Bhakti ist eine Form der Hingabe, die über routinemäßige Rituale hinausgeht. Es ist eine persönliche Beziehung zwischen den Gläubigen und ihrem Gott. Ihr Ursprung findet sich in einigen Hymnen der Veden. Sie basiert auf der Gottesvorstellung, die in der Bhagavadgita erscheint, und besteht aus zwei Haltungen: Prapatti und Seva.

Das Kastensystem

Das Kastensystem ist eine religiöse Realität, da es eine Hierarchie der Gemeinschaft widerspiegelt, die auf den religiösen Funktionen der einzelnen... Weiterlesen "Grundlagen des Hinduismus: Götter, Karma und Wiedergeburt" »

Kant & Marx: Praktische Vernunft und politische Theorie

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Der praktische Gebrauch der Vernunft

Mit dem praktischen Gebrauch der Vernunft muss die Philosophie die zweite Frage beantworten.

Kantischer Formalismus: Der kategorische Imperativ

Kant war einer der ersten Philosophen, der die Ethik formalisiert hat, nachdem frühere (materiale) Ansätze als unzureichend angesehen wurden. Kants Ethik enthält zugleich einen Inhalt, nämlich die Würde des menschlichen Wesens, und beruht auf der Vorstellung eines höchsten Gutes und Endziels.

Die formale Ethik ist eine Ethik ohne konkreten Inhalt; sie konzentriert sich auf die Form des "Was man tun muss". Nach Kant bestimmt die Maxime des Handelns den sittlichen Wert einer Handlung. Handlungen sind nur dann moralisch wertvoll, wenn sie aus Pflicht (dem Sittengesetz)... Weiterlesen "Kant & Marx: Praktische Vernunft und politische Theorie" »