Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Die moderne Philosophie: Von der Renaissance zur Aufklärung

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Die moderne Philosophie

Die Renaissance und der Humanismus

Die Neuzeit beginnt mit einer Übergangsphase, die als Renaissance bekannt ist. Sie entstand Ende des 14. Jahrhunderts in Italien als eine Bewegung der Erneuerung und des Wandels, die sich vor allem im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts entfaltete. Diese Veränderungen manifestierten sich im Humanismus durch eine neue Art des Menschenverständnisses und eine neue Herangehensweise an die Natur. Es entstand die moderne Wissenschaft, die auf einer hypothetisch-deduktiven Methode basiert, sowie die moderne Politikwissenschaft.

Der anthropozentrische Blick

Der Begriff Humanist beschreibt eine Gruppe von Autoren, die sich auf eine anthropozentrische Sicht der Wirklichkeit konzentrieren. Der Mensch... Weiterlesen "Die moderne Philosophie: Von der Renaissance zur Aufklärung" »

Nietzsche: Kritik der Moral, Tod Gottes, Zarathustra

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Nietzsches Kritik an der traditionellen Moral

Nietzsche war im Grunde genommen mehr Philologe als Philosoph. Er erkannte zwei grundlegende Aspekte in der griechischen Kultur: das Apollinische und das Dionysische. Das Apollinische steht für Einheit, Vernunft, Harmonie und Maß. Das Dionysische hingegen symbolisiert die Vielfalt, das Leben, die Ekstase, ohne Vernunft, Maß oder Harmonie. Für Nietzsche liegt die Weisheit der griechischen Kultur im Wissen um diese beiden Pole. Jedoch ging das Dionysische verloren und nur das Apollinische blieb übrig. Nietzsche macht Sokrates, Platon, das Judentum und das Christentum für diesen Verlust verantwortlich.

Sokrates, Platon und die Abwertung des Sinnlichen

Sokrates glaubte, dass der Mensch durch die... Weiterlesen "Nietzsche: Kritik der Moral, Tod Gottes, Zarathustra" »

Descartes' Philosophie: Zweifel, Vernunft und Gottesbeweis

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Descartes' Suche nach einer neuen Philosophie

Descartes schlägt vor, eine neue und universell sichere Philosophie zu konstruieren, nachdem er die Fehlbarkeit und Voreingenommenheit der antiken philosophischen Systeme erkannt hat. Er will ein philosophisches System schaffen, das auf einem festen Fundament ruht und sich stets vorwärts bewegt, ohne jemals zurückzufallen oder sich zu reduzieren, wie es in der Geschichte des Denkens üblich war. Ähnlich der Mathematik sollte diese immerwährende Philosophie nicht auf bestimmten Überzeugungen oder Sitten basieren, sondern auf dem universellen Licht der Vernunft, in dem vor einem Rechtsstreit eine rationale Lösung gefunden werden kann. Dieser Traum von einer einzigen universellen Vernunft liegt... Weiterlesen "Descartes' Philosophie: Zweifel, Vernunft und Gottesbeweis" »

Nietzsche: Apollinisch, Dionysisch und die Metaphysik

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Für Nietzsche markiert das 5. Jahrhundert v. Chr. den Niedergang der griechischen Kultur. Es ist ein Jahrhundert, in dem das Genre der Tragödie unterging. In ihm entzogen die Griechen sich ihrer ursprünglichen Vorstellung von der Welt. Diese Weltsicht verkörpert sich in der Gegenüberstellung zweier existenzieller Prinzipien, dargestellt in den Figuren von Apollo und Dionysos.

Apollo ist der Gott des Lichts, der Vernunft, Ordnung und Harmonie. Das Apollinische ist das Prinzip der Individuation; auf der rationalen und existenziellen Ebene ist der apollinische Mensch derjenige, der durch die Vernunft geleitet wird. Aber der eigentliche Charakter, der Apollo ergänzt und durch den Chor spricht, ist Dionysos. Dies ist der Gott der Nacht, des... Weiterlesen "Nietzsche: Apollinisch, Dionysisch und die Metaphysik" »

Friedrich Nietzsches Philosophie: Kritik & Kontext

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Nietzsches Kritik der westlichen Zivilisation

Friedrich Nietzsche sah die westeuropäische Zivilisation in stetigem Rückgang, begründet in der Nichteinhaltung ihrer grundlegenden Prinzipien. Er betrachtete sie als eine dogmatische Gesellschaft, die sich gegen das Leben und die Instinkte richtet und versucht, Rationalität um jeden Preis zu verhängen.

Nietzsche betrachtete den Menschen der griechischen Tragödie als den Prototyp des perfekten Menschen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass er die perfekte Synthese zwischen dem Apollinischen (Ordnung) und dem Dionysischen (Irrationalität und Instinkte) erreichte. Das Apollinische stand im Dienst des Dionysischen, und es gab eine perfekte Korrelation zwischen dem Dionysischen und dem Apollinischen.... Weiterlesen "Friedrich Nietzsches Philosophie: Kritik & Kontext" »

Nietzsches Philosophie: Kernthemen und Konzepte

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Nietzsches kritische Philosophie: Kernthemen

Kritik der traditionellen Erkenntnistheorie

Die Sprache ist voller Metaphern, zum Beispiel 'Beine' für ein Tier oder einen Tisch. Dies nimmt die These des linguistischen Relativismus vorweg. Konzepte sind Abstraktionen, die zur Leugnung von Unterschieden führen und die Realität verzerren (vereinfachen). Jeder Diskurs ist eine Interpretation der Realität und hängt von der jeweiligen Perspektive ab. Es gibt keine Fakten, nur Interpretationen der Wirklichkeit. Nicht jede Interpretation ist gleichwertig: Solche, die das Leben fördern und bejahen, werden bevorzugt; lebensfeindliche Interpretationen werden kritisiert.

Kritik der traditionellen Moral

Nietzsche kritisiert eine unnatürliche, lebensbedrohliche... Weiterlesen "Nietzsches Philosophie: Kernthemen und Konzepte" »

Friedrich Nietzsche: Kritik der Vernunft und Philosophie

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Nietzsches Kritik der Vernunft

Funktionen der Vernunft

  • Demo-heuristische Funktion: Sie dient dazu, die Realität zu erfassen, ist jedoch keine gültige Vertretung. Dies ist eine Funktion der „echten Kerze“. Nietzsche, als Philosoph, Skeptiker und Relativist, sieht die Unfähigkeit der Vernunft in zwei Gründen begründet: psychologisch (der Grund flieht vor der Wahrheit) und rhetorisch (der Grund als Form der Phantasie).
  • Dialektisch-kritische Funktion: Die Vernunft produziert nicht nur Fiktionen, sondern ist auch in der Lage, diese zu prüfen.

Kritik an Platonismus, Christentum und Moderne

Nietzsche kritisiert den Platonismus und das Christentum, da beide Sichtweisen die Realität zugunsten einer „perfekten Welt“ verleugnen. Sie degradieren... Weiterlesen "Friedrich Nietzsche: Kritik der Vernunft und Philosophie" »

Die Philosophie des Empirismus: Locke, Berkeley und Hume im Vergleich

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George Berkeley: Empirismus und Immaterialismus

Berkeleys Konzeptidee: Immaterialismus

Berkeleys Konzeptidee besagt, dass es eine Gleichheit zwischen der sinnlichen und der intelligiblen Welt gibt. Er leugnet nicht allgemeine Ideen, sondern abstrakte Ideen. Abstraktion ist kein notwendiger Schritt, da die Dinge das sind, was sie in sich selbst sind und durch ihren Namen impliziert werden. Die Qualitäten und die einzige Realität sind der Geist, der Dinge als Ideen wahrnimmt, und Gott lässt sie wahrnehmen. Allgemeine Vorstellungen werden gebildet, wenn unser Geist, ausgehend von einer konkreten Idee, Umstände, Ort, Zeit usw. ignoriert, um sich auf Partikulares beziehen zu können. Seine Philosophie ist letztlich eine metaphysische, immaterialistische... Weiterlesen "Die Philosophie des Empirismus: Locke, Berkeley und Hume im Vergleich" »

Die Ursprünge der westlichen Philosophie: Mythos und Logos

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Die Ursprünge der westlichen Philosophie

Historische und kulturelle Hintergründe

Die Philosophie entstand in Griechenland im 6. Jahrhundert v. Chr. Die Menschen begannen, sich der Suche nach einer rationalen Erklärung der Wirklichkeit zu widmen. Dabei wurde der Mythos (eine symbolische oder allegorische Erzählung über den Ursprung des Kosmos durch Götter und Menschen) allmählich durch den Logos (den vernunftgeleiteten Diskurs über die Natur und die Menschheit) ersetzt.

Vor dem 6. Jahrhundert v. Chr. war die griechische Gesellschaft aristokratisch geprägt. Das Fehlen starrer religiöser Elemente, wie etwa heiliger Bücher, begünstigte die Entwicklung des rationalen Denkens.

Die Bildung war für die geistige Entwicklung des griechischen... Weiterlesen "Die Ursprünge der westlichen Philosophie: Mythos und Logos" »

Staatsphilosophie und Kantische Ethik im Überblick

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Ursprung der Gesellschaft: Der Kontraktualismus

Neben den erkenntnistheoretischen Problemen, die durch die moderne Philosophie aufgeworfen wurden, konzentriert sich diese auch auf sozio-politische Aspekte. Diese Jahrhunderte waren geprägt von der Entstehung des modernen Staates sowie der Schaffung der Grundlagen des Kapitalismus nach dem Niedergang des feudalen Systems. Dieser Kontext wirft die folgenden Fragen auf: Wie wird der Staat geschaffen und politisch organisiert? Warum benötigen wir zivilen Gehorsam?

Nach der klassischen Perspektive werden diese Fragen mit Bezug zur Natur erklärt. Ab dem 17. Jahrhundert beginnt jedoch eine neue philosophische Strömung, welche die Gesellschaft und den Staat als menschliche Artefakte betrachtet, die... Weiterlesen "Staatsphilosophie und Kantische Ethik im Überblick" »