Frühneuhochdeutsch: Lautwandel und Wortschatzentwicklung
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Lautwandel
Der frühneuhochdeutsche (fnhd.) Vokalismus weist drei größere Veränderungen auf, die alle in mittelhochdeutscher (mhd.) Zeit beginnen: die Diphthongierung der drei langen geschlossenen Vokale, die Monophthongierung von drei Diphthongen und die Dehnung kurzer Vokale in offener Silbe. Teilweise treten diese Veränderungen schon in mhd. Gebrauchsprosa auf, nicht aber in der höfischen Dichtersprache, wo sie wohl als allzu mundartlich galten.
1. Die frühneuhochdeutsche Diphthongierung
Die Diphthongierung der drei langen geschlossenen Vokale [i:], [y:], [u:] vollzog sich wie folgt:
- min [i:] → ei (mein)
- hüs [u:] → au (Haus)
- niuwez [y:] → eu (neues)
Im Laufe der fnhd. Zeit wird die Diphthongierung zum Kennzeichen des hochdeutschen... Weiterlesen "Frühneuhochdeutsch: Lautwandel und Wortschatzentwicklung" »