Wortschatzwandel im Althochdeutschen: Ein Überblick
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Veränderungen im althochdeutschen Wortschatz
Entstehung neuer Wörter
Um die christliche Gedankenwelt zu erklären, die den heidnischen Germanen fremd war, musste ein völlig neuer Wortschatz geschaffen werden. Missionare und Übersetzer versuchten mühsam, die unbekannten abstrakten Begriffe des christlichen Glaubens mit Mitteln der einheimischen Sprache auszudrücken.
- Umdeutung: Eine Methode, die auch heute noch zur Popularisierung neuer Ideen genutzt wird. Germanische Wörter wurden im Sinne der christlichen Lehre nach lateinischem Vorbild umgedeutet (z. B. Hölle, Gott, Jünger).
- Neubildung: Ein mühsamerer Weg war die Bildung neuer Wörter durch Zusammensetzungen oder Ableitungen nach lateinischen Mustern (z. B. Gewissen, Demut, Heiligtum)