Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Sprache, Geist und Gehirn: Dimensionen und Theorien

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A) Dimensionen der Sprache

Sprache als Zeichen oder Code ermöglicht unendliche Kommunikation. Eine entwickelte Sprache ist ein Code, der in drei Dimensionen wirkt:

  1. Syntaktische Dimension: Die Syntax ist die Zusammensetzung der Beziehungen zwischen den Zeichen. Syntaxregeln bestimmen den korrekten Weg, um Zeichen zu Ausdrücken zu formen.
  2. Semantische Dimension: Sie bezieht sich auf die Beziehung zwischen Zeichen und ihren entsprechenden Bedeutungen.
  3. Pragmatische Dimension: Sie bezieht sich auf die Beziehung zwischen Zeichen und den Benutzern selbst. Hier kommen die Funktionen der Sprache zum Tragen.

B) Gehirn und Geist

Die Funktionsweise der menschlichen Psyche hängt unbedingt vom Gehirn ab. Das Problem ist, ob das Gehirn alles erzeugt, was die... Weiterlesen "Sprache, Geist und Gehirn: Dimensionen und Theorien" »

Nietzsches Schlüsselkonzepte: Gott, Tod Gottes & Apollonisches

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Nietzsches Konzepte: Gott und der Tod Gottes

Der Begriff „Gott“ als Platzhalter

Wenn Nietzsche von Gott spricht, meint er nicht nur den Gott der Religion, insbesondere des Christentums, sondern auch alles, was an seine Stelle treten kann. Für ihn ist Gott keine Entität, sondern ein Ort, eine Denkfigur, die das Absolute repräsentiert. Gott ist eine Metapher für eine absolute Realität – eine Wahrheit oder ein Lebensziel, das als Grundlage der Existenz dient, weil es jenseits des Lebens selbst liegt und ihm Sinn verleiht. Alles, was dem Menschen Sinn gibt, aber außerhalb des Lebens steht, ist Gott ähnlich: Natur, Fortschritt, Revolution oder die Wissenschaft, wenn sie als absolute Realitäten verstanden werden. Für Nietzsche ist der... Weiterlesen "Nietzsches Schlüsselkonzepte: Gott, Tod Gottes & Apollonisches" »

Geschichte der Rhetorik: Sophisten bis Aristoteles

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Die Ursprünge der Rhetorik und Argumentation

Die Dialektik

Die Dialektik ermöglicht es, die Thesen des Gegners zu widerlegen, indem man sie zunächst akzeptiert und dann seine eigenen Überlegungen und Schlussfolgerungen daraus ableitet. Diese Kunst hat einen erheblichen offensiven oder defensiven Wert bei der Widerlegung eines Arguments. Sie verwendet oft das Argumentum ad hominem, d. h. ein Argument, das sich direkt gegen die Person des Gegners richtet.

Die Sophisten

Die Sophisten sind die Erfinder der Rhetorik, der Kunst, überzeugend zu sprechen, insbesondere im politischen und juristischen Diskurs. Ihre argumentative Pädagogik konzentriert sich auf die Mechanismen der Debatte, der Argumentation und der Überzeugung.

Sokrates

Sokrates verwendet... Weiterlesen "Geschichte der Rhetorik: Sophisten bis Aristoteles" »

Ortega y Gasset: Perspektivismus und Ratiovitalismus

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Die philosophischen Phasen von Ortega y Gasset

In der Entwicklung von José Ortega y Gasset, ausgehend vom Neokantismus, lassen sich zwei wesentliche Trends unterscheiden:

1. Perspektivismus (1914–1923)

Der Perspektivismus versucht, das Problem der Wahrheit zu lösen. Ein Einzelner kann die absolute Wahrheit nicht erreichen, da wir die Realität immer nur aus einem bestimmten Aspekt wahrnehmen – je nachdem, aus welcher Perspektive wir sie betrachten. Der Mensch wird definiert als "Ich und meine Umstände". Daher ist jeder Mensch anders, und jeder nimmt die Wahrheit aus seiner eigenen Perspektive wahr. Daraus folgt der Respekt vor den Meinungen anderer, da keine Wahrheit im Widerspruch zu anderen stehen kann.

2. Ratiovitalismus (1923–1955)

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Friedrich Nietzsche: Historischer & Philosophischer Kontext

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Das 19. Jahrhundert: Historisch-kultureller Kontext

Das 19. Jahrhundert markiert den Beginn der Zivilisation, wie wir sie heute verstehen. Es war eine Zeit großer politischer und sozialer Revolutionen, deren Ursprung in Frankreich lag. Es war das Jahrhundert großer konkurrierender Ideologien: Liberalismus, Sozialismus, Marxismus, Nationalismus und Anarchismus, deren Konflikte bis ins 20. Jahrhundert reichten. Nietzsche hatte prophezeit, dass das 20. Jahrhundert von globalen Kriegen beherrscht werden würde.

Industrielle Revolution & Gesellschaftswandel

Es war auch das Jahrhundert der Zweiten Industriellen Revolution, des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts sowie bedeutender kultureller Ereignisse. Entdeckungen wie Elektrizität,... Weiterlesen "Friedrich Nietzsche: Historischer & Philosophischer Kontext" »

David Humes Erkenntnistheorie: Wissenstypen & Ideenassoziation

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Arten von Wissen und ihre Merkmale

Hume unterscheidet zwei Hauptarten von Wissen. Die erste Art umfasst das Wissen über die Beziehungen von Ideen, wozu er alle Sätze der Geometrie, Algebra und Arithmetik zählt. Aussagen wie „Das Ganze ist größer als seine Teile“ oder „Zwei plus zwei ist gleich vier“ beschreiben lediglich die Beziehungen zwischen Ideen (z.B. zwischen den Ideen von Ganzem und Teil). Diese Sätze können allein durch die Operationen des Geistes, ohne Rückgriff auf Erfahrung, erkannt werden. Ihre Wahrheit ist unabhängig von jeglicher Erfahrung.

Nach Hume bilden sie den Bereich der Gewissheit, da ihr Gegenteil einen Widerspruch impliziert und somit unmöglich ist. Sie sind daher notwendige Wahrheiten: Ihr Wahrheitsgehalt... Weiterlesen "David Humes Erkenntnistheorie: Wissenstypen & Ideenassoziation" »

Seltene Begriffe: Glossar für Philosophie, Mythologie & Literatur

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Glossar seltener und komplexer Begriffe

Wechselfieber
(n) Zustand mit Fieber oder Schüttelfrost.
Amphisbäna
(n) Eine Schlange mit einem Kopf an jedem Ende.
Arid / Aridität
(adj/n) Mangel an Feuchtigkeit; fehlende Fantasie oder Kreativität.
Asket
(n) Eine Person, die sich der Lust enthält, um ein höheres Ziel zu erreichen.
Avatar
(n) Verkörperung einer Gottheit, eines Prinzips, einer Idee oder einer Lebensweise.
Bach
(v) Ertragen, leiden, dulden oder hinnehmen.
Bandit
(n) Ein Mitglied einer Klasse von Verbrechern, die Morde und Raub begehen.
Ehrerbietig
(adj) Respektvoll, höflich oder gehorsam.
Doloros
(adj/adv) Voller Schmerz; Schmerz äußernd.
Eschatologie
(n) Zweig der Philosophie oder Theologie, der sich mit dem Tod, dem Jüngsten Gericht, Himmel,
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Einflussfaktoren auf das mittelalterliche Rechtssystem

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Die Rolle der Rechtsquellen und die *ars inveniendi*

Das Recht war somit nicht mehr in allen Quellen des Rechts (geschrieben oder juristisch) enthalten. Die Suche nach dem Recht sollte in jedem Moment durch eine spezifische und genaue Forschungstechnik (*ars inveniendi*) erfolgen, die der Redeforschung und Kasuistik eine große Rolle einräumt.

Philosophische Faktoren und das justinianische Recht

Die Entstehung der juristischen Kenntnisse muss unter Berücksichtigung der besonderen Bedeutung des justinianischen Rechts betrachtet werden, von dem die Anwälte in einem Zustand der völligen Abhängigkeit waren.

Die auffälligsten Merkmale der Kommentatoren waren:

  • Treue zum Text Justinians
  • Zerstreute analytische und rechtliche und wissenschaftliche Literatur

Die... Weiterlesen "Einflussfaktoren auf das mittelalterliche Rechtssystem" »

Kants Philosophie: Schlüsselkonzepte und ihre Bedeutung

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Kants Philosophie: Eine Einführung in zentrale Konzepte

Immanuel Kants Philosophie prägte die Aufklärung und beeinflusst bis heute das Denken in Erkenntnistheorie, Ethik und Politik. Seine Konzepte bieten einen tiefen Einblick in die menschliche Vernunft und ihre Grenzen.

Rationalismus und Empirismus bei Kant

Rationalismus und Empirismus sind grundlegende erkenntnistheoretische Positionen. Während Empiristen wie Hume argumentieren, dass „nichts im Verstand ist, was nicht zuvor in den Sinnen war“, und alle Erkenntnis aus der Erfahrung stammt, glaubt der Rationalismus an angeborene Ideen und die primäre Rolle der Vernunft. Für Empiristen ist Wahrheit nicht universell, sondern hängt von subjektiven und variablen kausalen Verbindungen ab.... Weiterlesen "Kants Philosophie: Schlüsselkonzepte und ihre Bedeutung" »

Hume: Moral, Wissen und menschlicher Geist

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Humes moralischer Emotivismus

Hume stellt fest, dass man nicht rational beweisen kann, dass etwas gut oder schlecht ist, weil moralische Fragen für das Verständnis nicht relevant sind, da dieses nur zwei Operationen ausführen kann: Tatsachen oder Ideen. Wenn moralische Fragen wie die Beziehungen von Ideen behandelt würden, könnte dies zu absurden Ergebnissen führen. Zum Beispiel könnte das Verhalten eines Menschen (rational oder irrational) als gut oder schlecht beschrieben werden, aber mit sehr unterschiedlichen Zwecken. Das heißt, sogar ein Computer könnte beurteilen, ob wir gute oder schlechte Dinge tun, je nach X-Parameter. Wenn wir sie wie Tatsachenfragen behandeln würden, gäbe es nichts Gutes oder Schlechtes, weil die Qualität... Weiterlesen "Hume: Moral, Wissen und menschlicher Geist" »