Notizen, Zusammenfassungen, Arbeiten, Prüfungen und Probleme für Philosophie und Ethik

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Utilitarismus nach Bernard Williams und John Stuart Mill

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Utilitarismus nach Bernard Williams

Bernard Williams, der dem Utilitarismus eher kritisch gegenübersteht, beschreibt in seiner Kleinen Einführung in die Ethik (S. 95–110), dass der Utilitarismus als ethische Denkschule vier wesentliche Eigenschaften aufweist.

1. Handlungsutilitarismus

Beim Handlungsutilitarismus bewerten wir jede Handlung anhand einer Berechnung, bei der wir vor jedem Ereignis oder Umstand prüfen, welches Verhalten unser Glück oder Vergnügen maximiert – ganz ohne a priori Regeln. Jede Handlung hat Konsequenzen, und diese erlauben es uns, ihren Wert zu beurteilen. Der Handlungsutilitarismus geht maßgeblich auf Jeremy Bentham zurück.

2. Regelutilitarismus

Der Regelutilitarismus versucht, Kriterien zu verallgemeinern, basierend... Weiterlesen "Utilitarismus nach Bernard Williams und John Stuart Mill" »

Descartes und die Vernunft: Rationalismus im Wandel

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NEWS: Descartes als Vater des Modernismus

Descartes gilt als der Vater des Modernismus. Das moderne Denken ist durch die Rückgewinnung der Autonomie der Vernunft gegenüber dem Glauben geprägt. Sein Rationalismus war ein Versuch, das verlorene Vertrauen in die Wirksamkeit unserer Erkenntnisse wieder auf das „denkende Selbst“ oder das „menschliche Subjekt“ der Realität auszurichten.

Die kartesische Methode bedeutet, dass wir klare und deutliche Wahrheiten erhalten, die als „wahr“ gelten. Wie wir wissen, führte dies zu einer Selbstüberschätzung der Vernunft, um die Existenz Gottes rational zu beweisen. Viele seiner Argumente erinnern dabei an Augustinus von Hippo. Andererseits ist „Cogito, ergo sum“ eine der bedeutendsten... Weiterlesen "Descartes und die Vernunft: Rationalismus im Wandel" »

Nietzsches Philosophie: Apollinisch, Dionysisch und die Kulturkritik

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Das Apollinische und Dionysische in der Kunst

Beide Pole sind erforderlich; sie befruchten sich gegenseitig und bestimmen das Wesen der griechischen Kunst sowie deren Beständigkeit. In ihrem Kampf gehen sie als Sieger hervor und bilden eine ganzheitliche Beziehung, in der keiner von ihnen aufgehoben wird. Ihr fertiger Ausdruck ist für Nietzsche die Bekleidung des Lebens. Nietzsche postuliert, dass die Tragödie durch Sokrates und Euripides unterbrochen wurde. Diese Einheit wurde zugunsten der Figur des Apollon aufgegeben. Das Leben wird dem Verstand untergeordnet und nicht umgekehrt, was eine Reduzierung des Lebens und der entscheidenden Werte bedeutet. Dies markiert den Beginn der Dekadenz der westlichen Kultur (Nihilismus).

Der Niedergang

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Philosophische Konzepte: Zweifel, Erscheinung und Erkenntnis

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Philosophische Konzepte des Zweifels und der Erscheinung

Vernünftiger Zweifel

Wenn man keine der erhaltenen Begründungen oder Erklärungen akzeptiert, muss man alles von Grund auf neu aufbauen. Der vernünftige Zweifel ist eine Konsequenz dessen, was geschieht.

Existenzieller Zweifel

Nicht die Welt ist verloren, sondern der Sinn des Daseins geht verloren.

Die Erscheinung

Die Erscheinung ist etwas, das den ganzen Tag zu sein scheint. Wir nehmen vieles als gegeben hin, weil es so ist, wie es ist, ohne es zu hinterfragen. Wir können niemals aufhören zu fragen und zu suchen, und dieser Kurs wird uns dabei helfen.

Philosophie als Überwindung der Erscheinung

Alles, was sich erhebt, hat eine äußere Erscheinung, eine Manifestation dieses externen Phänomens.... Weiterlesen "Philosophische Konzepte: Zweifel, Erscheinung und Erkenntnis" »

Das Leib-Seele-Problem: Von Platon bis Thomas von Aquin

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Das Problem der Beziehungen zwischen Leib und Seele

Platon: Der Mensch ist im Kern seine Seele. Er besteht zwar aus einem Körper, doch die Seele hat Vorrang vor diesem „Gremium“ (Gefäß). Wissen ist die Quelle des Guten und rein rational. Der Körper allein ist der Empfänger der Alma (Seele), die mit ihren Leidenschaften und tierischen Instinkten behaftet ist, was zu Fehlern in der Erkenntnis führt. Die menschliche Seele (Alma Humana) ist unsterblich; ihre Verbindung mit dem Körper ist nur momentan. Wenn eine Person stirbt, erlangt seine Seele Zugang zu einer anderen Dimension, in der sie wahres Wissen erreicht. Nach einiger Zeit kehrt die Seele zurück, um in einem neuen Körper wiedergeboren zu werden.

Für Platon besteht die Seele... Weiterlesen "Das Leib-Seele-Problem: Von Platon bis Thomas von Aquin" »

René Descartes: Erkenntnistheorie und Metaphysik

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I. Erkenntnistheorie: Descartes' Weg zur Wahrheit

In seiner Abhandlung über die Methode (1637) fasst Descartes die Regeln des Verfahrens zur Erlangung wahrer Erkenntnis in vier Prinzipien zusammen:

  1. Nichts als wahr anzunehmen, was nicht so klar und deutlich erkannt wird, dass es keinen Zweifel zulässt.
  2. Jede Schwierigkeit in so viele Teile zu zerlegen, wie es zu ihrer besseren Lösung erforderlich ist.
  3. Die Gedanken in geordneter Weise zu führen, beginnend bei den einfachsten und am leichtesten erkennbaren Objekten, um allmählich zu den komplexeren zu gelangen.
  4. Vollständige Aufzählungen und allgemeine Übersichten zu erstellen, um sicherzustellen, dass nichts ausgelassen wurde.

Es ist daher alles als falsch zu betrachten, woran man auch nur den... Weiterlesen "René Descartes: Erkenntnistheorie und Metaphysik" »

Platons Argumente für die Unsterblichkeit der Seele

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1. Argument: Die Wiedererinnerung (Anamnesis)

Platon argumentiert, dass Lernen eigentlich ein Prozess der Wiedererinnerung ist. Wenn wir Dinge in der Welt sehen, erinnern wir uns an Ideen, die wir vor unserer Geburt besessen haben. Da wir bei der Geburt unser Wissen scheinbar verlieren, müssen wir es im Laufe des Lebens mühsam wiederentdecken.

Um dies zu verdeutlichen, nutzt Sokrates das Beispiel eines Sklaven, der weder lesen noch schreiben kann. Durch gezielte geometrische Fragen führt Sokrates ihn dazu, die Lösung für ein mathematisches Problem zu finden. Da der Sklave keine formale Bildung hatte, schließt Sokrates daraus, dass das Wissen bereits in seiner Seele vorhanden war und er sich lediglich daran erinnert hat.

2. Argument: Die

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Thomas von Aquin: Glückseligkeit, Tugenden und die Vier Gesetze

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Thomas von Aquin: Glückseligkeit und das menschliche Ziel

Für Thomas von Aquin (1226–1274) ist das letzte Ziel des Menschen die Glückseligkeit. Jeder Mensch strebt danach, dieses Ziel auf Grundlage der endgültigen Erreichung der Seligkeit zu erlangen. Die Seligkeit erreicht der Mensch durch die Schau Gottes und ist den Seligen (denen, die Gott im Himmel schauen) im Jenseits für ihre positiven Handlungen in diesem Leben vorbehalten.

Tugenden und Moral

Die Tugend wird im aristotelischen Sinne als eine Gewohnheit verstanden, die uns befähigt, moralisch gut zu handeln.

Arten von Tugenden

  • Kardinaltugenden: Klugheit, Gerechtigkeit (Iustitia), Tapferkeit und Mäßigung.
  • Theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Eine Handlung ist gut, wenn... Weiterlesen "Thomas von Aquin: Glückseligkeit, Tugenden und die Vier Gesetze" »

Grundlagen der Wissenschaftstheorie und Erkenntnislehre

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Punkt 3: Wissenschaftliche Realität und Methodik

1. Materielle und objektive Realität

Das Ziel ist das, was der Vernunft entgegengesetzt ist und nicht auf diese reduziert werden kann. Geometrische Figuren sind objektive Realitäten für diejenigen, die Mathematik studieren. Es verhält sich ebenso wie mit der materiellen Realität oder anderen Gegebenheiten an sich.

2. Zusammensetzung der Wissenschaft

Die Wissenschaft ist die Menge an Wissen über die angeblich existierende Realität, durch die wir objektive Gegebenheiten erreichen können. Der Weg der Wissenschaft, um etwas über den Gegenstand des Wissens zu erfahren, wird als Methode der Erkenntnis bezeichnet. Wissenschaften sind durch ihren Zweck und ihre Erkenntnismethode geprägt.

3. Ontologische

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Soziologische Theorien: Bourdieu, Weber, Durkheim & Williams

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Bourdieu und die Wissenschaft

Für Pierre Bourdieu bewegt sich die wissenschaftliche Wahrheit zwischen zwei Polen: dem Logizismus (mit seiner Neigung zu Objektivismus und propositionalen Aussagen) und dem Historismus (mit seiner Tendenz zu Relativismus und Skeptizismus). Die soziologische Kritik der Wissenschaft versteht sich als Überwindung dieser gelehrten Tradition.

Bourdieus Ansatz analysiert die sozio-transzendentalen Bedingungen des Wissens. Er steht in der Tradition der Historisierung des Kantischen transzendentalen Subjekts. Objektivität hängt für ihn von kollektiv und sozial gestalteten Beobachtungsbedingungen ab.

Max Webers Geist des Kapitalismus

Weber definiert den „Geist des Kapitalismus“ als Ideen und Gewohnheiten, die das... Weiterlesen "Soziologische Theorien: Bourdieu, Weber, Durkheim & Williams" »